Your biggest risk will be the one you don’t take!

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Blogpost_Neid-1

Heute gibt es noch mal einen ganz persönlichen Blogpost, denn es gibt ein Thema, das mich schon das ganze Jahr beschäftigt und mich auch nicht in Ruhe lässt.

Es geht um Neid, bzw. Missgunst. Für mich gibt es zwei Formen von Neid. Positiven sowie negativen. Den positiven Neid kennen wir wohl alle. Wir sehen Dinge, die andere besitzen, die andere tun oder erleben und sind neidisch darauf. Aber nicht im schlechten Sinne, sondern eher wertschätzend, so dass wir denken: “Mensch, da möchte ich auch unbedingt mal in Urlaub hin” oder “Sie hat aber einen tollen Job. So einen möchte ich auch haben”. Vielleicht inspirieren diese Menschen uns sogar dazu unser eigenes Leben mal zu überdenken und Dinge zu verändern oder Neues auszuprobieren.

Ist es nicht so, dass man sich für andere freuen sollte, wenn ihnen etwas Positives passiert oder sich deren Leben verändert? Ich will auch gar nicht behaupten, dass es mir nie passiert, dass ich jemandem etwas nicht gönne. Aber es geht nie soweit, dass ich auf den Gedanken komme etwas zu tun, das diesen Menschen schadet. Ziehen Menschen Befriedigung daraus, wenn sie sehen, dass es anderen schlecht geht, bzw. man diesen geschadet hat? Macht so etwas zufrieden? Warum versuchen diese Menschen nicht mal darüber nachzudenken woher die eigenen Gedanken kommen? Ich will gar nicht wissen, wie viele Stunden ich mir über diese Fragen bereits Gedanken gemacht hab und wirklich weiter gebracht hat es mich nicht…

Als ich angefangen habe mit meiner Fotografie Geld zu verdienen fanden das alle ganz toll und haben sich gefreut, dass ich mit meinem “Hobby” etwas Geld verdienen kann. Zusätzlich hatte ich ja eh meine Vollzeitstelle. Ich glaube, dass mich zu Anfang einfach keiner ernst genommen hat. Aber es war mir ernst und ich hab immer weiter gemacht. Ich hab gemerkt, dass es unheimlich befreiend ist für mich selbst zu arbeiten und Dinge zu tun, die mir Spaß machen, und das dann auch noch mit Menschen um mich herum, die mein Leben bereichern. Na ja, im Endeffekt ist es dann soweit gekommen, dass ich meine Arbeitsstelle verloren habe und das nur, weil andere Menschen mir die Fotografie, bzw. die Veränderungen in meinem Leben nicht gegönnt haben.

Letztendlich ist es das Beste, was mir passieren konnte aber das wusste ich ja vor einem Jahr noch nicht. Allerdings ist es inzwischen so weit, dass auch Menschen, die mir nahestehen, Probleme bekommen. Entschuldigung, aber geht’s noch?!? Es kann doch nicht sein, dass andere Leute dafür zahlen müssen, dass sich mein Leben verändert hat.

Wie oft haben Leute dieses Jahr zu mir gesagt, dass es doch ganz normal ist, dass es Menschen gibt, die auf mich neidisch sind, weil ich so viel Erfolg habe, wobei mit Erfolg wohl eher Geld gemeint ist. Ist es wirklich der Anschein von viel Geld, der die Menschen neidisch werden lässt? Oder die Freiheit, die ich jetzt habe? Ich sag euch was. Ich hab immer gut verdient und hatte ehrlich gesagt noch nie so wenig Geld wie im Moment. Ich mache mir Sorgen, ob ich im nächsten Jahr alle meine Rechnungen bezahlen kann. Die Freiheit, die ich jetzt habe, hat also auch ihre negativen Seiten. Außerdem habe ich hart dafür gearbeitet. 60-Stunden-Wochen sind da keine Ausnahme und so viel hab ich früher nie arbeiten müssen.

Im Nachhinein kann ich aber nur sagen ‚es lohnt sich’ und ich wünsche mir, dass einfach mal mehr darüber nachgedacht wird, was alles an Arbeit dahinter steckt, sich selbständig zu machen. Das ist nicht alles nur Zuckerschlecken. Es geht verdammt viel Zeit dafür drauf und gerade in der Hochzeitssaison hab ich kaum noch Zeit meine Familie und Freunde zu sehen. Von Weggehen am Wochenende mal ganz abgesehen. Und ja: Hochzeiten sind toll und es gibt auch immer gutes Essen. Aber mal im Ernst, ich bin wohl kaum am feiern, wenn ich eine Hochzeit begleite und dann sind die Bilder auch noch lange nicht fertig. Nicht zu vergessen die ganze weitere Arbeit, die noch anfällt…

Oh ich hoffe, dass das alles jetzt nicht zu negativ klingt, denn ich hatte das wahrscheinlich spannendste und beste Jahr in meinem Leben. Ich habe Menschen kennen gelernt, die mir gezeigt haben, dass es auch anders geht. Menschen, die sich mit mir freuen über das, was ich bisher erreicht habe und diese Erfahrungen wiegen die negativen Dinge mehr als auf. Ich fühle mich endlich frei und kann meine Kreativität ausleben. Ich bin irre gespannt, wie alles weiter geht und ich freu mich riesig auf die nächste Hochzeitssaison, denn die Brautpaare, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, sind unglaublich tolle Menschen mit sehr individuellen Hochzeitsplänen…

Ihr seht, ich könnte Unmengen zu diesem Thema schreiben. Letztendlich geht es mir aber darum einfach mal zu hinterfragen, warum negative Gedanken, Neid oder Missgunst aufkommen. Meiner Meinung nach sind viele Leute einfach unzufrieden mit ihrem Leben. Aber es liegt doch an jedem selbst das zu ändern. Ihr müsst nur den Mut dazu aufbringen und natürlich auch bereit sein Risiken einzugehen. Jeder hat doch die freie Entscheidung, wie er sein Leben lebt und wenn der Mut fehlt etwas zu ändern, dann ist auch das eine Entscheidung. Es ist die einfachere, aber es ist definitiv eine Entscheidung.

Ich hab mich für den Weg mit weniger Sicherheit entschieden und das ist auch gut so!!!

Ich freu mich, wenn ihr meinen Blogpost bis zum Ende gelesen habt. Mich interessiert sehr, was ihr zu diesem Thema denkt und würd mich über ein paar Kommentare freuen :)